Challenge Walchsee

von Julian Erhardt (Kommentare: 0)

Ein gutes Rennen zum Abschluss der Saison über die Mitteldistanz zu zeigen war im Vorfeld der Challenge Walchsee mein Ziel. Um es vorweg zu nehmen, es hat größtenteils ganz gut geklappt, aber leider nicht vollends.

Bei Dauerregen und 7°C wurde die Schwimmstrecke auf 1,5km und die Radstrecke auf 68km verkürzt.

Swim1Walchsee.JPG

Swim2Walchsee.JPG

Beim Schwimmen kam ich nach einem Landstart gut weg und fand mich schnell neben Vorjahressieger Molinari aus Italien wieder. Dieser heftete sich dann den Großteil der Schwimmstrecke an meine Beine, sodass ich wusste, dass ich nicht allzu langsam unterwegs sein konnte. Auf die zwei schnellsten Schwimmer verlor ich zwar etwas an Boden aber der Abstand war im Rahmen.

 Swim3Walchsee.jpg

Nach einem guten ersten Wechsel ging es dann an Position Sechs liegend auf die Radstrecke. Schnell merkte ich, dass ich heute endlich die so oft erhofften „richtig guten Beine“ hatte. So ging es dann zusammen mit Molinari bereits bei Kilometer Sieben an die Spitze des Feldes.

Bike2Walchsee.png

Am Anstieg nach Schwendt konnte ich dann sogar die Führung übernehmen und war motiviert bis in die Haarspitzen, da ich bisher die Führenden bei einem Challenge Rennen nur von Weitem, oder dem Streckenrand bestaunen durfte. In der Abfahrt zog Molinari dann wieder an mir vorbei, jedoch schaffte ich es ihn bis Kilometer 55 herum in Sichtweite zu halten.

Bike1Walchsee.JPG

Bei Kilometer 60 wurde ich dann noch von Thomas Steger überholt und kam so als Dritter wieder in die Wechselzone. Endlich einmal eine Radleistung auf der Mitteldistanz womit ich leben kann und sich das harte Training ausgezahlt hat.

Bike3Walchsee.JPG

Ein Problem hatte mich jedoch hartnäckig über die ganze Radstrecke verfolgt.... Da meine Finger aufgrund der niedrigen Temperaturen und des Dauerregens recht schnell eingefroren waren, schaffte ich es leider motorisch nicht mehr meine Radflasche mit der so wichtigen Energie zu greifen. Aus Angst diese bei einem unkontrollierten Versuch noch zu verlieren und eine Zeitstrafe (wegen litering) zu kassieren, hatte ich am Ende von den geplanten 750ml leider nur ganze 50ml zu mir genommen. Somit war eigentlich klar, dass ich es energetisch nicht mehr sauber über den Halbmarathon schaffen würde.

Das Debakel begann dann bereits im Wechselzelt, wo ich ganze 3 Minuten brauchte um mit den Eiszapfen namens Fingern meine Socken und Schuhe anzuziehen. So ging es dann nicht wie bei der Einfahrt in die Wechselzone an Position Drei liegend auf die Laufstrecke, sonder an Position Fünf mit bereits mehr als 1:30min Rückstand auf Position Drei. Sehr ärgerlich, aber es gibt Dinge die kann man nun mal nicht ändern.

RunWalchsee.JPG 

Der Rest des Rennens ist schnell erzählt. Bis Kilometer Sieben ging das Laufen noch recht ordentlich, dann viel ich in ein ganz tiefes energetisches Loch bis ca. Kilometer 16, was sich dann natürlich auch mental bemerkbar machte. Die letzten gut fünf Kilometer gingen dann noch einmal recht ordentlich und so konnte ich immerhin noch auf Platz Acht mein erstes Challenge Rennen in das Ziel bringen.

 Ergebnisse

Ich habe in diesem Rennen viel riskiert und würde es auch wieder genau so machen. Lieber vorne Sterben und so weiter ;) Viel Erfahrung und positive Eindrücke nehme ich nun in die Saisonpause mit, bevor es dann ab Oktober im Training wieder rundgehen wird.

 

Bis dahin werde ich erstmal viel Sonne tanken!

 

Macht es gut!

Euer Julian

Zurück

Einen Kommentar schreiben