Cup Finale

von Julian Erhardt (Kommentare: 0)

Nachdem ich letzte Woche noch als Abschluss meines dreiwöchigen Trainingblocks den Halbmarathon in Unterwössen gewinnen konnte, wurde es an diesem Wochenende in Viernheim nun so richtig ernst.

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Neben der Deutschen Meisterschaft über die Olympische Distanz ging es für mich zudem noch um den Gesamtsieg beim BASF Triathlon Cup Rhein-Neckar 2018. Mit Nils Frommhold und Andi Böcherer waren zwei Athleten des Prädikats Weltklasse am Start und so hatte ich im Prinzip nichts zu verlieren, da mich niemand auf dem Zettel hatte um auch nur einem der Beiden gefährlich werden zu können.

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Ich erwischte jedoch erneut einen dieser Tage, an denen man meint fliegen zu können. Das schwimmen begann etwas chaotisch und erinnerte mich aufgrund der hohen Leistungsdichte etwas an meine Starts in der Triathlonbundesliga. Die erste Gruppe mit drei Athleten verpasste ich leider aufgrund einer Unachtsamkeit knapp und lief so an Platz Fünf liegend mit etwa 15 Sekunden Rückstand in die Wechselzone. Der Wechsel klappte gut und ich schob mein Rad aus der Wechselzone als ich hektische Pfiffe hinter mir vernahm. Ein eifriger Kampfrichter hielt mich auf und wollte, dass ich meine am Startband befestige Startnummer richtig herum drehe. Etwas genervt wollte ich hinter dem Rücken die Startnummer umdrehen und riss diese in der Eile aus den Sicherheitsnadeln. Nun wollte der Kampfrichter mich erst recht nicht weiterfahren lasen und teilte mir mit, dass ich nun jede der drei Sicherheitsnadeln wieder feinsäuberlich anbringen solle. Nun war ich innerlich schon auf Einhunderttausend, tat aber wie mir befohlen und brauchte mit dem angestauten Adrenalin eine gefühlte Ewigkeit. Erleichtert wurde das Ganze noch durch die netten Kommentare des Kampfrichters die ich während dem Einfädeln über mich ergehen lassen musste.. So verlor ich eine gute Minute am Ende der Wechselzone auf die Führenden und ging ca. an Position 15 liegend auf die Radstrecke….. Ich verstehe leider einige Kampfrichter nicht und hoffe dennoch für die Zukunft auf ein faires Miteinander und ein wenig mehr „Fingerspitzengefühl“.

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So startete ich mit extrem viel Wut im Bauch die Aufholjagd. Den Anstieg zur Juhöhe absolvierte ich weit über meinen Möglichkeiten und sammelte Athlet um Athlet ein. Jedoch kam der Mann mit dem Hammer auch im zweiten Teil der Radstrecke nicht mehr und ich war überrascht ob meiner konstant hohen Wattleistung. Von Platz 15 ging es auf dem Rad nach vorne bis auf Platz 5 und so auch in die Laufschuhe.

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Bereits nach 2 Kilometern hatte ich dann schon drei weitere Athleten eingesammelt und lief an Andi Böcherer vorbei auf Platz 2. Anschließend passierte nicht mehr viel und ich konnte meinen Vorsprung auf Andi noch ausbauen und lief in etwas das selbe Tempo wie Nils an der Spitze. Überglücklich jedoch auch etwas sauer kam ich dann als Zweitplatzierter hinter Nils Frommhold und vor Andi Böcherer in das Ziel.

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Gerne hätte ich herausgefunden wie das Rennen ohne den Disput mit dem Kampfrichter in der 1.Wechselzone gelaufen wäre. Mit dem 2.Platz konnte ich nun endlich den Sieg in der Gesamtwertung des BASF Triathlon Rhein Neckar erreichen, was eines meiner großen Ziele im Jahr 2018 war. Nun in der ewigen Liste zusammen mit Athleten wie Sebastian Kienle oder Patrick Lange geführt zu werden macht mich extrem stolz und ist eine große Motivation für mich.

Nun geht es am Wochenende zum Challenge Rennen an den Walchsee und noch einmal zwei Wochen danach nach Davos. Es bleibt also spannend bis zum Schluss.

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