Ein Sieg kommt selten allein ;)

von Julian Erhardt (Kommentare: 0)

1.Gesamtplatz Regionalliga Manschaftswettkampf Lauingen

In Lauingen wollten wir von Triathlon Grassau nach zwei zweiten Plätzen endlich den ersten Sieg in der Regionalliga einfahren. Beim Swim & Run am Morgen konnten wir uns mit 50 Sekunden Vorsprung vor den Jungs aus Freilassing eine gute Ausgangsposition für das Bike & Run am frühen Abend sichern. Im Jagdstartmodus spielten wir dann unsere Radstärke aus, konnten so unseren Vorsprung weiter ausbauen und entspannt als Sieger ins Ziel laufen. Lob an meine Mitstreiter Bene, Flo und den zwei Michis zum couragierten Auftreten. Immer wieder ein Fest mit euch zu starten und so waren auch die zwei gemeinsamen Trainingseinheiten zwischen den Wettkämpfen deutlich angenehmer als diese solo zu absolvieren ;)

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1.Gesamtplatz Firmenlauf Chiemgau

Zum ersten Mal fand am Donnerstag vor dem Chiemseetriathlon der Firmenlauf Chiemgau über 5km statt. Für meinen Sponsor der Spedition Eberl ging ich zusammen mit 37 anderen Mitarbeitern an den Start getreu dem Motto: „Gesunde Firmen laufen länger“. Ich nutze das Rennen um eine kleinere Lauftempoeinheit vor dem Chiemseetriathlon zu absolvieren. Als sich unerwartet dann die Chance auf den Tagessieg ergab nutze ich diese und konnte so mit rund 30 Sekunden Vorsprung das Rennen gewinnen.

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DSQ Chiemseetriathlon MD

Endlich hatte ich sowohl die Beine als auch den Kopf um bei einer größeren Mitteldistanz wie dem Eberl Chiemsee Triathlon wieder vorne mitmischen zu können. Das Schwimmen verlief soweit nach Plan und nach 15km hartem Anfahren schaffte ich mit Roman Deisenhofer im Schlepptau den Sprung zum Führungstrio. Nach knapp über der Hälfte der Radstrecke lag ich sehr aussichtsreich mit vier anderen hochgehandelten Athleten an der Spitze und fühlte mich bereit bei meinem Heimrennen eine gute Leistung abzuliefern. Ca. 100m vor der Verpflegungsstation nahm ich dann meine leere Trinkflasche und warf sie in die Wiese um unmittelbar danach wieder eine neue volle Flasche aufnehmen zu können. Kaum war dies geschehen fuhr ein Motorrad neben mich und der Kampfrichter zeigte mir die rote Karte wegen "Littering". Da es jedoch keinen markierte "Littering Zone" gab sehe ich mich bis jetzt im Recht. Ich war mir sehr sicher, dass es keinen ausgeschriebenen Bereich zum Wegwerfen der Flaschen gab und wollte daher meine Flasche eben kurz vor der Verpflegungsstation wegwerfen, damit die Helfer im Anschluss wegen mir keine Mühen beim Aufräumen bekommen. Nach dem Rennen bin ich dann auch extra noch einmal zur Verpfelgungsstation gelaufen um zu sehen ob es denn ein Schild oder ähnliches gab, was bis auf 3 Schilder mit der Aufschrift "Verpflegungsstation in 100m" nicht der Fall war. Dem Kampfrichter versuchte ich auch direkt meine Sitution zu erläutern, dieser reagierte jedoch leider nur mit den Worten "So sind die Regeln eben". Einige Zeit später machte er mich dann freundlicherweise darauf aufmerksam, dass ich ja einfach weiterfahren und später Einspruch einlegen kann. Ich finde es sehr schade wenn sich Personen in solch einer Position den Folgen ihrer Handlung in keinster Weise bewusst sind. Ich habe mich sehr lange und intensiv auf diesen Tag vorbereitet und nun stehe ich mit gänzlich leeren Händen da. Gerne hätte ich weiter in den spannenden Kampf um das Podium eingegriffen. Nichts desto trotz herzlichen Glückwünsch an die drei schnellen Jungs Markus Fachbach, Horst Reichel und Roman Deisenhofer auf dem Podium zu ihren starken Leistungen!
Ein riesiger Dank geht auch an die unfassbar vielen Menschen an der Strecke die mich während des Rennens so toll angefeuert oder danach getröstet haben!

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Bild: Ernst Wukits

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1.Gesamtplatz Sparkassentrophy Rabenden mit Streckenrekord

Endlich ging sich für mich einmal wieder ein Start bei einem Rennen der Sparkassentrophy in der Region aus. Die Strecke in Rabenden fand ich schon immer genial und so wollte ich nun das Rennen im dritten Anlauf trotz starker Konkurrenz auch einmal gewinnen. An den Füßen von Michi Raelert und dicht gefolgt von Nik Hirmke ging es aus dem Wasser und aufs Rad. Michi war kurzentschlossen mit MTB an den Start gegangen und sollte sich so zwar wacker durchkämpfen, jedoch mit dem weiteren Ausgang des Rennens nicht mehr allzu viel zu tun haben. Aber natürlich ziehe ich meinen Hut vor der Leistung auf dem MTB dennoch ;)! Schnell konnte ich mich an die Spitze des Feldes setzen und durch ein konstant hohes Tempo meinen Vorsprung nach und nach ausbauen. Zwar bog ich am Ende der Strecke kurz falsch ab, was ich jedoch recht schnell wieder berichtigen konnte und trotzdem mit einer knappen Minute Vorsprung auf Nik auf die Laufstrecke gehen konnte. Hier fühlte ich mich zwar nicht sonderlich gut, konnte aber dennoch mit der schnellsten Laufzeit des Tages die anspruchsvolle Strecke bewältigen. So kam ich dann mit gutem Vorsprung und neuem Streckenrekord zufrieden vor Nik und Herbert Enzinger ins Ziel. Balsam für die Seele nach dem verkorksten Erlebnis am Chiemsee fünf Tage zuvor und die Gewissheit im Gepäck, dass die Form passt und ich mich trotz der harten Tage auch mental wieder gefangen habe und konkurrenzfähig bin.

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1.Gesamtplatz Stadtlauf Traunreut 7km

Zum ersten Mal ging ich beim Traunreuter Stadtlauf für meinen Sponsor dem Brothaus Lehrbach an den Start. Nachdem ich gegen 17 Uhr erst wieder aus Italien zurückgekommen war (Stau, Stau…Stau) ging es direkt weiter nach Traunreut an die Startlinie. Nachdem ich die Tage zuvor Temperaturen um 30 Grad im Training aus Italien gewohnt war, kamen mir der Regen und Temperaturen um 15 Grad gerade recht um schnell laufen zu können. Nach der langen Fahrt war ich mir jedoch sehr unsicher ob ich gute Beine haben sollte, zumal ich in den Tagen zuvor viel trainiert hatte. Doch wie so oft lief es im Rennen anders als erwartet und nach dem ersten Kilometer in 2:58min fand ich mich an der Spitze wieder. Danach wurde es bei strömendem Regen natürlich noch recht hart, doch genau diese Bedingungen liegen mir und ich konnte mich ordentlich quälen. Bei der 5km Marke lief ich in neuer Bestzeit von 15:18min durch und auch im Ziel nach 7,1km hatte ich einen ordentlichen Puffer auf den Zweitplatzierten Michi Raelert und Marco Kraißer. In der ewigen Bestenliste schaffte ich den Sprung auf Rang 2 nach der 15.Auflage dicht gefolgt von Filmon Abraham und nur gute 20 Sekunden hinter dem Deutschen Spitzenläufer Philipp Pflieger. Die Laufform scheint also zu stimmen.

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Foto: Stadtlauf Traunreut Klaus Vierlinger

 

1.Gesamtplatz Sparkassentrophy Thumsee mit Streckenrekord

Aus vollem Training heraus ging ich am Thumsee an den Start um noch einmal einen letzten Reiz vor den beiden Rhein Neckar Cup Wettkämpfen in Ladenburg und Heidelberg zu setzten. Bereits zu Beginn des Schwimmens merkte ich die fehlende Frische und brauchte fast 400m um einen ordentlichen Rhythmus zu finden und die Spitze vor Robert Wimmer und Michi Ole Ager zu übernehmen. Nach einem katastrophalen Wechsel ging es dann mit 20 Sekunden Rückstand auf Robert und guten 5 Sekunden auf Michi auf die Radstrecke. Michi hatte ich schnell ein- und überholt und auch Robert konnte ich nach ca. 3km überholen. Von da an hielt ich das Tempo hoch und konnte mit gutem Wattdurchschnitt einen ordentlichen Vorsprung auf die zwei Jungs herausfahren. In der ersten von zwei Laufrunden ließ ich es dann recht gemütlich angehen und wollte ganz bewusst die zweite Runde schneller laufen, was mir auch gelingen sollte. Zwar ging dadurch die schnellste Laufzeit des Tages flöten aber ich wollte nicht alle Körner verschießen und lieber den restlichen Tag noch für zwei gute Einheiten auf dem Rad und im Freiwasser nutzen, um an den darauffolgenden Wochenenden topfit am Start zu stehen. Mit einer guten Minute Vorsprung und neuem Streckenrekord konnte ich das Rennen dann recht souverän vor Robert und Michi gewinnen ;)

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4.Gesamtplatz Rhein Neckar Cup Ladenburg

Nachdem ich bereits am Mittwoch vor dem Rennen nach Ladenburg gereist war, konnte ich mir in den Tagen vor dem Rennen die Strecken noch einmal in Ruhe anschauen. Die Radstrecke enttäuscht Jahr für Jahr nicht ;) An den beiden Tagen vor dem Rennen hatte ich dann leider 2 Platten, was mich dazu zwang, am Tag vor dem Rennen noch einen neuen Mantel auf mein Hinterrad aufzuziehen. Da der Wetterbericht allerdings erst für das Ende des Radfahrens Regen meldete machte ich mir darum keine größeren Sorgen. Die Realität am Renntag sah dann leider ganz anders aus und so schüttete es bereits 3h vor dem Start wie aus Eimern. Als dann der Startschuss fiel, kam ich sehr gut weg und konnte mich die ersten ca. 300m an die Beine von Flo Angert hängen. Danach ließ ich Malte Plappert den Vortritt und wir bildeten den Großteil der Schwimmstrecke eine 3er Verfolgergruppe, bevor uns Markus Rolli am Ende noch etwas davon schwimmen konnte. Nach einem guten Wechsel ging es dann an Position 3 auf das Rad mit ca. 40Sekunden Rückstand auf Flo und in etwa 15s auf Markus. Am ersten steilen Stich zum Steinbruch überholte mich dann Malte wieder von hinten und schaffte gegen Ende des langen Anstiegs zum Weißen Stein den Anschluss zu Markus. Mit konstantem Druck auf den Pedalen schaffte dann auch ich am höchsten Punkt den Anschluss an die beiden Jungs und auch Flo war in Sichtweite. Bis dahin war also alles nach Plan gelaufen. Dann allerdings kam die Abfahrt, welche auch ohne Regen schon anspruchsvoll zu fahren ist. Schnell merkte ich, dass mein Hinterrad immer wieder wegrutschte und dementsprechend verlor ich in der ersten ca. 5 minütigen Abfahrt beinahe 30 Sekunden auf die Jungs vor mir und war von da an ganz auf mich alleine gestellt. Selbst in den abschließenden flachen 10 Kilometern hatte ich in den Kurven massive Probleme mich auf dem Rad zu halten und so ging es dann auch mit über 2 Minuten Rückstand auf Flo und ca. 1:30 auf Markus auf die Laufstrecke. Die Erste der beiden 5km Laufrunden ging dann noch recht gut und ich machte Zeit noch Vorne gut. Irgendwann kamen dann aber zum leichten Seitenstechen auch noch erste Ermüdungsanzeichen in den Muskeln und mentale Probleme hinzu. Immer wieder sah ich in der letzten Runde, dass Martin Diebold von hinten schnellen Schrittes näher kam und ich selbst in meiner Verfassung nichts mehr zuzusetzen hatte. So kam dann kurz nach Kilometer 9 das Unvermeidliche und Martin überholte mich und brummte mir noch 25s auf den letzten Metern auf. Zwar war im Ziel der Abstand zum Sieger geringer als noch im letzten Jahr, allerdings war ich mit meiner Leistung ganz und gar nicht zufrieden. Einen Tag an dem so viel mehr möglich gewesen wäre sollte man nicht so einfach verschwenden wie ich es getan hatte. Nun hoffe ich, dass ich beim Rennen in Heidelberg eine ähnlich gute Form wie in Ladenburg erwische und diese sich in einer guten Endplatzierung und Einzelsplits niederschlägt.

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1.Gesamtplatz Rhein Neckar Cup Heidelberg

Nach dem enttäuschenden Rennen in Ladenburg wollte ich in Heidelberg zeigen, was ich wirklich drauf habe. Die erste gute Nachricht kam bereits beim Check-In, denn das Schwimmen sollte ohne Neo durchgeführt werden, was mir mehr liegt. Als dann um 9:30 der Startschuss fiel, kam ich gut weg und sah nach einigen Metern, dass ich bereits an der Spitze des Feldes war. Ich zog mein Ding konstant bis zum Ende der 1600 oder 1700m langen Schwimmstrecke durch und konnte so mein erstes „First out of the water“ mit meinem Sailfish Rebell Pro im Rhein Neckar Cup einfahren. Der Wechsel auf das Rad klappte auch ohne Probleme und so konnte ich den berüchtigten Anstieg zum Königsstuhl als Erster in Angriff nehmen. Recht bald überholte mich dann Markus Rolli und gegen Ende des langen Anstieges kam auch noch Malte Plappert vorbeigefahren. Dann folgten einige Führungswechsel und das Tempo war stets sehr hoch. Im Flachstück musste Malte abreisen lassen,  ich überholte dann Markus erneut und konnte mir in der Abfahrt einen Vorsprung mit der schnellsten Radzeit des Tages von ca. 30s erarbeiten. Da ich auf dem Rad nach einem Kilometer bereits meine Radflasche(mit einer Gel-Mischung) verloren hatte und so lediglich 500ml Wasser aus meiner zweiten Flasche zu mir genommen hatte, musste mein Gel nach dem Wechsel zum Laufen direkt herhalten. Scheinbar hatten meine Energievorräte auch so gerade noch gehalten ;) Die 5km Anstieg auf dem Philosophenweg waren dann wahrlich kein Spaziergang, da ich um die Stärke einiger meiner Konkurrenten beim Laufen wusste. So lief ich bis zum Wendepunkt sehr flott mit Risiko an. Nach dem Wendepunkt konnte ich dann die Abstände nach hinten in etwa einschätzen und konnte so die 5km bergab zurück ein Stück weit genießen, da ich mir recht sicher war das Rennen nach Hause zu laufen. So kam ich dann überglücklich nach 2:02:01 mit Gänsehaut ins Ziel und war von der tollen Stimmung überwältigt. Vielen lieben Dank an dieser Stelle mal an die zahlreichen Zuschauer an der Strecke! Glücklich genau das Rennen bzw. die Reaktion gezeigt zu haben, die ich mir nach Ladenburg vorgenommen hatte geht es nun in einen dreiwöchigen Trainingsblock zu Hause am Chiemsee. Ende August steht dann in Viernheim (Deutsche Meisterschaft Olympische Distanz ohne Windschatten) das letzte Rennen des BASF Triathlon Cup Rhein Neckar an.  Dort werde ich alles daran setzten, meine Führung in der Gesamtwertung des Cups zu verteidigen. Mit der Challenge Walchsee und der Challenge Davos stehen dann im September zum Abschluss der Saison noch zwei große Mitteldistanzen auf dem Plan, bevor es dann vermutlich erstmal in die Saisonpause gehen wird.

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