Start der Saison 2019

von Julian Erhardt (Kommentare: 0)

1.Platz Duathlon Hilpoltstein mit neuem Streckenrekord

Nur 1 Woche nach meinem zweiwöchigen Trainingslager in der Toskana wollte ich schon einmal etwas Wettkampfluft schnuppern. An den Duathlon in Hilpoltstein hatte ich noch gute Erinnerungen, als ich als Jugend A Starter vor etlichen Jahren den Bayerischen Meistertitel gewinnen konnte. Auf dem 8km langen Laufpart ließ ich Jonathan Zipf nach ca. 3km ziehen und wechselte mit ca. 40 Sekunden Rückstand auf die Radstrecke. Dort konnte ich nach 5km bereits die Führung übernehmen und mich schnell absetzten. Leider verpasste ich dann nach 10km eine Abbiegung und mein Vorsprung von 30 Sekunden war wieder bei null…. Eine perfekte Gelegenheit also um mit einer schwierigen Situation im Wettkampf zurechtzukommen ;) Ich fuhr einfach meinen Stiefel weiter und konnte nach gut 30km mit fast 2min Vorsprung in die Laufschuhe wechseln. Den abschließenden Lauf konnte ich dann noch mit der Tagesbestzeit beenden und vor Jonathan Zipf gewinnen. Obendrein noch den Streckenrekord von Dorian Wagner aus dem Jahr 2009 sichern. Ein rundum gelungener Test also für die Challenge Riccione 1 Woche später.

7.Platz Challenge Riccione Mitteldistanz

Das Rennen in Italien war für mich in den letzten Jahren stets ein Tag zum vergessen. Wieso auch immer, hatte ich mich dennoch entschlossen mein Glück erneut zu versuchen.
Das Training über den Winter war prima gelaufen und auch die Daten der Leistungsdiagnostiken sowie Testwettkämpfe waren gut verlaufen, sodass ich gut gerüstet am Start stand.
Beim Schwimmen konnte ich mal wieder im Meer nicht das zeigen was ich eigentlich kann und so kam ich zwar als 6. aus dem Wasser, jedoch war der Abstand zu den Führenden mit fast 2min schon sehr groß.
Auf dem Rad lief es die ersten 20km ganz gut, dann erwischte ich leider einen rabenschwarzen Tag und pedallierte den größten Teil der Radstrecke in meinem hohen Ga1-Wattbereich. Immerhin liefen die letzten 20-30km dann wieder einigermaßen und so ging es als 7. auf die Laufstrecke.
Die erste der drei zu laufenden Runden ging ziemlich zäh, da ich mit Seitenstechen zu kämpfen hatte. Als dies dann mit der zweiten Runde verflogen war, konnte ich endlich so laufen, wie ich es mir erhofft hatte und mit einer der schnellsten Zeiten des Tages noch einen Konkurrenten kurz vor dem Ziel einholen und so als 7. Nur ganz knapp hinter Platz 6 finishen.
Alles in allem ein deutlich besserer Start in die Saison als in den letzten Jahren

1.Platz 12km Stadtlauf Traunstein mit neuem Streckenrekord

Aus dem vollen Training heraus beschloss ich noch eine harte Laufeinheit im Rahmen des Traunsteiner 12ers zu absolvieren. Ich war erstaunt wie „gut“ ich trotz massivem Muskelkater die 12km auf schwierigem Geläuf absolvieren konnte. Platzregen und 4 Grad Außentemperatur machten den Wettkampf nochmal ein Stückchen härter und so war ich umso erstaunter nach 40:49min mit neuem Streckenrekord das Ziel zu überqueren. Richtig stark auch die Leistung meines Kumpels und Trainingskollegen Michi Ager auf Platz 2 mit nur 43Sekunden Rückstand.

5.Platz Challenge Heilbronn mit DM Mitteldistanz

Nachdem ich noch am Donnerstag mit Gebiomized und Staps mein Equipment und meine Radposition auf der Radbahn in Augsburg unter die Lupe genommen hatte(hier konnten wir 15W bei meiner Mitteldistanz Geschwindigkeit einsparen), ging es über Umwege nach Heilbronn. Am Tag vor dem Rennen hatte ich bei meiner letzten Vorbelastung auf dem Rad extrem schlechte Beine und schlug mich zudem noch den ganzen Tag mit starken Kopfschmerzen herum…. Wie sollte ich in diesem Zustand nur in so einem top besetzten Feld am nächsten Tag bestehen können fragte ich mich immer wieder….Irgendwann dachte ich mir, dass schlechte Beine am Tag vor dem Rennen oft ein gutes Ohmen sind und beschloss mich auf das mir Bestmögliche zu konzentrieren.
Nach gutem Start im kalten Neckar wurde ich leider in die Zange genommen und von den hinter mir schwimmenden Athleten regelrecht überrollt. So musste ich mich im Laufe des Schwimmens erst wieder einige Positionen nach vorne kämpfen um dann mit der ersten großen Gruppe als 10. aus dem Wasser zu kommen.
Auf dem langen Weg zur und durch die Wechselzone konnte ich dann einige Plätze gut machen, nur um dann einen miserablen Wechsel zu erwischen und mit Abstand als letzter der Gruppe auf das Rad zu wechseln.
Hier erwischte ich dann zwar keinen „Sahnetag“, konnte jedoch recht konstant mein Programm abspulen und so an Position 7 liegend die Laufstrecke in Angriff nehmen. Nach einer schnellen ersten 7km Runde konnte ich mich auf Platz 5 an einem Holländer und Schweizer vorbei nach vorne schieben. Der Abstand zum Podium war dann zu groß, als dass ich nun noch volles Risiko gehen hätte müssen und so lief ich die letzten beiden Runden konstant zu Ende. Mit dem 5.Platz bin ich für den Zeitpunkt des Jahres, in einem starken Feld und mit noch ausbaufähigen, aber konstanten Einzelleistungen sehr zufrieden. Wenn nur Sebastian Kienle, Flo Angert, Ruben Zepunke und Andreas Dreitz schneller als man selbst sind gibt es keinen Grund sich für seine Leistung zu schämen, zumal ich weiß, dass ich noch deutlich mehr kann. Genau das werde ich versuchen im Verlauf der nächsten Rennen und der Saison zu beweisen ;)


Weiter geht es in zwei Wochen beim ersten Rennen des BASF Triathlon Cup Rhein Neckar in Mußbach und eine Woche später in Maxdorf.

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