Trainingslager 2.0

von Julian Erhardt (Kommentare: 0)

Nachdem ich bereits einige Male in Fuerteventura im Trainingslager war, ging es dieses Mal nach Lanzarote. Mir persönlich hat es hier besser gefallen als auf Fuerteventura.Der Wind ist ähnlich bzw. vom Gefühl her sogar noch häufiger und stärker als in Fuerteventura.

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Das hat auf dem Rad natürlich zur Folge, dass man auch mal mit einem 25er Schnitt nach Hause kommt und trotzdem von den Wattwerten her eine ordentliche Einheit absolviert hat. Wenn es mal nicht gerade bergab oder bergauf geht, ist ja immer noch der Wind da damit es nicht langweilig wird. Die Temperaturen waren sehr angenehm bei 16-22Grad, sodass auch der eine oder andere Regenschauer kein größeres Problem darstellte. Landschaftlich hat mir besonders die Ecke um Tabayesco sehr gut gefallen. Hier findet man sehr schöne Anstiege vor, die sich perfekt zum Intervalle fahren eignen. Bei kürzeren Einheiten hat es uns dann auch häufiger in den reizvollen Nationalpark Timanfaya verschlagen.  Das Szenario dort mit den vielen Lavafelsen und „Steinwüsten“ hat mich etwas an die Bilder vom Ironman auf Hawaii und dessen Radstrecke erinnert.

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Für das Schwimmen fanden wir im Club La Santa 24 Bahnen in drei 50m Becken vor. Wenn man von zu Hause den öffentlichen Badebetrieb und den damit verbundenen ständigen Kampf um die eine abgesperrte Schwimmerbahn gewohnt ist, kann man die Schwimmbedingungen dort guten Gewissens als perfekt bezeichnen. Auch an der Bräune kann man selbst am Morgen oder späteren Nachmittag ganz gut arbeiten ;)

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Beim Laufen war zwar die Vielfalt der Laufstrecken nicht allzu groß,  jedoch hatte ich mich sehr schnell mit einer etwas längeren Runde angefreundet. Diese schlängelt sich in Form von kleineren Trails an der Küste entlang bevor es über das wellige, sandige Hinterland wieder zurück zur nahe gelegenen Lagune geht. Zudem sind einige sehr gute Laufbänder im Kraftraum vorhanden und auch die in der Anlage gelegene 400m Bahn ist gut zu laufen.

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Was ich vermutlich zum ersten Mal auch im Trainingslager konsequent beibehalten habe sind das Kraft- und Athletiktraining. Zwar ist es am Anfang ungewohnt, an Ruhetagen in die „Mukkibude“ zu gehen, ich habe mich jedoch recht schnell daran gewöhnt und auch schon die ersten Fortschritte gespürt. Bei einer bald anstehenden Leistungsdiagnostik wird sich dann auch zeigen, ob sich dies auch in meiner Rad- und Laufleistung widerspiegelt.

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Trotz teilweise sehr harten Einheiten und fordernden Außenbedingungen kam auch der Spaß nicht zu kurz. Maßgeblichen Anteil daran hatten meinen beiden Leidensgefährten Laura und Flo. Coach Philipp Seipp hat unsere Pläne perfekt aufeinander abgestimmt, sodass wir im Training gut voneinander profitieren konnten. Wenn beide verletzungsfrei bleiben und weiter so fokussiert trainieren wie in unserem Trainingslager, bin ich mir sicher, dass es für viele Athleten schwer werden wird an Ihnen vorbeizukommen.

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Für mich selbst wird es nun so langsam auch Ernst, denn ich möchte meine Saison dieses Jahr gleich mit einer Mitteldistanz (Challenge Rimini) beginnen. Erfahrungsgemäß hatte ich in den letzten Jahren zu Beginn der Saison oftmals eine sehr gute Form und möchte nun versuchen, diese auch in einem sehr starken Starterfeld unter Beweis zu stellen. Neben Andi Böcherer werden wohl auch Giulio Molinari und Thomas Steger am Start stehen. Dazu werden sicher noch weitere gute Europäer am Start stehen, so dass sich eine vordere Platzierung in jedem Fall sehen lassen könnte. Bis dahin werde ich aber zunächst noch zu Hause weiter hart arbeiten, bevor es traditionell über Ostern noch für 2 Wochen nach Cecina in die Toskana geht.

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Bis dahin wünsche ich euch gutes Training und hoffentlich freundliches Wetter in Deutschland!

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