Trainingslager Italien – Cecina

von Julian Erhardt (Kommentare: 0)

Seit über 10 Jahren geht es für einen Großteil meines Heimatvereins bereits nach Cecina Mare. Wenn ich meine Lieblingsgegend für ein Trainingslager bestimmen müsste, würde meine Wahl wohl auf diesen Teil der Toskana fallen. In einer kilometerreichen Laufwoche hat man zwar recht schnell alle Runden abgelaufen, jedoch kommt einem besonders aus verletzungsprophylaktischer Sicht der weiche Pinienwald enorm entgegen. Zudem liebe ich die Herzlichkeit der italienischen Läufer. Ein kräftiges „Buon Giorno“ am frühen Morgen hat mich so einige Male aus meinen Gedanken aufwachen lassen und mir ein Schmunzeln aufs Gesicht gezeichnet, besonders wenn man gewissen Personen  14 Tage lang wirklich jeden Morgen zu Gesicht bekommt.

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Beim Radfahren findet man eine Vielzahl an verschiedenen Anstiegen und Runden vor und bis auf den Strecken an der Küste trifft man auch auf recht wenige Autos. Legendär sind hier natürlich so manche Orte die in jedem Trainingslager Pflicht sind und die man auch aus kulinarischer Sicht wahrnehmen sollte. Wenn die Italiener was können dann ist es definitiv gutes Eis, guten Kaffee und gute Pizza zu machen ;)

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Das Schwimmen gestaltet sich vergleichsweise etwas schwieriger, da der Anlagen eigene Pool meistens erst frisch eingelassen wird und man somit mit einer Wassertemperatur von ca. 14-16 Grad vorlieb nehmen muss. Mit einem Neo und einem eisernen Willen kann man sein Schwimmpensum jedoch trotzdem gut umsetzten und wird zudem noch ziemlich abgehärtet.

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Mit meinen langjährigen Kumpels mal wieder zusammen trainieren zu können hat der Motivation und besonders der Stimmung auch extrem gut getan. Als eingespieltes Team weiß man einfach was man an den anderen hat und so konnte ich für nahezu jede Einheit mindestens einen Begleiter finden. Hervorzuheben ist hierbei definitv die Unterstützung meines Kumpels Michi „Ole“ Ager, der nicht nur 2 Wochen im Bungalow mit mir ausgehalten hat, sondern auch noch nahezu jede Einheit mitgemacht hat, auch wenn das Lauftempo für ihn gefühlt immer GA2 war ;)

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Da die Saison ja auch schon vor der Türe steht und man vor und während einem Wettkampf auch der einen oder anderen Drucksituation ausgesetzt ist, haben wir uns nicht lumpen lassen und auch diese Situationen in den Trainingsalltag integriert. So haben wir nahezu jede freie Minute zum Darts spielen genutzt und uns auch hier in den 2 Wochen extrem verbessern können. Für einen Michael Van Gerwen, Garry Anderson oder Phil Taylor wird es zwar noch nicht ganz reichen, aber die eine oder andere spannende und emotionsgeladene Partie war garantiert.

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Auf der Heimfahrt wurde dann noch traditionell in Affi in der Nähe des Gardasees der Lebensmittelvorrat für die folgenden Wochen aufgefüllt ;)

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Nachdem ich mich eigentlich an keinen einzigen Winter erinnern kann, in dem ich keine Verletzung hatte, bin ich umso froher und auch ein wenig stolz, dass ich es diese Vorbereitung nun endlich mal geschafft habe. Irgendwas müssen mein Trainer und ich also richtig gemacht haben und ich bin sehr gespannt wie sich das in den bald anstehenden Rennen niederschlagen wird. Los geht’s in 3 Wochen beim Citytriathlon in Koblenz.

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