Stadttriathlon Erding und Rückblick Bundesliga

von Julian Erhardt (Kommentare: 0)

Bevor ich detaillierter auf das Rennen in Erding eingehen werde noch kurze einige Sätze zu den beiden Rennen der 1.Bundesliga in den 2 Wochen zuvor.

 

Den Anfang machte das Rennen im Kraichgau. Dort handicapte mich leider ein Infekt mit Halsschmerzen im Vorfeld des Rennens und auch im Nachhinein sollte ich noch etwas davon haben. Im Rennen selber verlief das Schwimmen solide sodass ich nach 2,5 Radkilometer zur großen Spitzengruppe mit einem beherzten Soloritt aufschließen konnte. Dort angekommen musste ich leider direkt nach der Wende beim Antritt wieder abreisen lassen.....keine Kraft. Der Rest des Radfahrens war dann eine gemütliche Kafferunde mit der nächsten Gruppe. Laufen verlief solide jedoch auch weiter unter meinen Möglichkeiten. Immerhin stand am Ende der 12.Platz mit dem Team.

 

Weiter ging es dann bereits eine Woche später in Ingolstadt. Mitte der Woche fühlte ich mich gesundheitlich wieder etwas besser und konnte so auch wieder planmäßig trainieren. Schwimmen war dieses mal ohne Neo und ich machte den Fehler mich vor dem Rennen wegen des Gruppenzwangs im Team einzuschwimmen.... So fror ich die 15min vor dem Start recht ordentlich. Dem entsprechend war dann auch die erste Hälfte des Schwimmens recht bescheiden. Durch eine bessere zweite Hälfte, einen schnellen Wechsel und einen guten Antritt auf den ersten Radkilometern schaffte ich dann jedoch den Sprung in die Hauptgruppe. Vorne war eine 15 Mann Ausreißergruppe weg gefahren, bei uns passierte bis zum Wechsel nichts mehr. Auch der zweite Wechsel verlief solide und an den Fersen von Sven Rieder ging es auf die abschließende 5km Laufstrecke. Mit meiner bis dato vermutlich schnellsten 5km Zeit im Triathlon schaffte ich es am Ende auf den 25. Gesamtplatz und das Team kam auf einen guten 10.Platz. In einem so hochkarätig besetzten Feld die 12. Laufzeit zu haben spricht auf jedenfall für eine gute Laufform.

 

Eine weitere Woche später ging es dann auch schon zum Stadttriathlon nach Erding wo ich über die Olympische Distanz an den Start ging. Das Wetter war mit 14Grad und Regen genau nach meinem Geschmack. Alles hergerichtet, ging ich noch kurz einlaufen und kam gute 15min vor dem Start wieder an unseren Platz am Schwimmstart zurück. Dann das Entsetzen. Ich hatte meinen Neo im Auto am Ziel liegen lassen. Was mache ich nun? Bei 16Grad Wassertemperatur war ohne Neo zu schwimmen auch gesundheitlich eher eine schlechte Idee. Also zusammen mit meinem Vater zu ihrem Auto sprinten und so nahe es die Absperrungen zuliesen ans Ziel. Erneuter Sprint meinerseits zu meinem Auto, Neo raus und wieder zum anderen Auto zurück. Erneut zum Parkplatz am See und wieder Sprint zum Schwimmstart. Ich konnte es kaum glauben .... noch 4min bis zum Start....was ein Glück...also in Rekordzeit und vollgeschwitzt in den Neo, Badekappe und Schwimmbrille auf .....noch 30Sekunden bis zum Start also nichts wie ab in Richtung Wasser.... noch 10......Noch 5 .....Jetzt stand also auch ich an der Startlinie .... Ein Anfängerfehler wie er im Buche steht und mir auf keinen Fall passieren hätte dürfen und hoffentlich auch nie wieder passiert! Wie ich jedoch mit der Sache umgegangen bin verwundert mich selbst etwas, aber mein Verstand war wohl dank des Adrenalins extrem geschärft .... trotzdem die Ruhe behalten zu haben und alles richtig gemacht zu haben zeigen mir, dass ich mit schwierigen Situation mittlerweile ganz gut umgehen kann. Einen riesen Dank an dieser Stelle an meine Familie ohne deren Hilfe ich es nie im Leben noch rechtzeitig an die Startlinie geschafft hätte.

Nun ging also auch das Rennen selbst los und ich bin wohl noch nie mit soviel Laktat im Blut an der Startlinie gestanden. Dementsprechend platt war ich auch auf den ersten Schwimmmetern ..... Kraftlos trieb ich zur erste Boje und musste einen anderen Athleten bereits nach 100m ziehen lassen. Aufgrund meiner erhöhten Körpertemperatur vom Laufen lief nun zu allem Übel auch noch meine Schwimmbrille an, sodass ich mich in Schlangenlinie orientierungslos von Boje zu Boje kämpfte. Immerhin kam ich dann noch als Zweiter mit 30Sekunden auf den Führenden in die Wechselzone. Und schon folgte auch direkt die nächste Hürde. Der Reißverschluss meines Neos hatte sich in meinem Einteiler verfangen und so stand ich ratlos an meinem Wechselplatz und kam nicht mehr weiter. Zum Glück eilte mir auf Nachfrage nach einiger Zeit ein Kampfrichter zu Hilfe und so konnte ich mich dann auch endlich meines Neos entledigen. Vielen Dank nochmal für die Hilfe an den Kampfrichter vor Ort, das ist absolut nicht selbstverständlich!

Also ab aufs Rad und Vollgas. Am Ende der Radstrecke fand ich mich auf Platz 3 wieder knapp hinter meinem Teamkollegen Michi Göhner und weit hinter dem in einer anderen Liga fahrenden Nils Daimer.

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Mit dem deutlich schnellsten Laufsplit des Tages konnte ich mich dann noch auf den 2.Platz vorschieben und den Abstand zu Platz 1 etwas reduzieren. Drei Erdinger Athleten beim Heimrennen auf dem Podium was will man mehr? Klare Antwort ich hätte gerne gewonnen, was die Aneinanderkettung von Unvermögen und Pech jedoch leider nicht zugelassen hatt. Hätte wenn und aber ..... bereits in einer Woche geht es am Chiemsee bei der Mitteldistanz auch schon mit meinem 7.Rennen in 6Wochen weiter. Bei meinem Heimrennen werde ich vor vielen  Freunden und Bekannten an der Strecke alles geben und hoffe auf eine vernünftige Platzierung in einem starken Feld!

Ergebnisse Erding

 

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