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Neuer Trainer, neue Motivation, neue Ziele

Neuer Trainer, neue Motivation, neue Ziele

Kaum ist die Triathlonsaison vorbei, da wirft die neue schon ihre Schatten voraus: Julian Erhardt steckt bereits mitten in der Vorbereitung und hat sich für 2017 einiges vorgenommen. Zunächst musste der 24-Jährige aber seinen völlig verpatzten Saisonabschluss am Walchsee verdauen. »Das war recht schwer«, betont er. Bei den dortigen Triathlon-Europameisterschaften schied der ehrgeizige Athlet früh aus, nachdem er eine Radpanne hatte. Vorbei, vergessen. Jetzt blickt Erhardt, der für Triathlon Grassau und das Team Erdinger Alkoholfrei startet, schon wieder optimistisch nach vorne.

 
  • Triathlet Julian Erhardt hat bereits mit der Vorbereitung für die neue Saison begonnen und startete zuletzt bei einigen Läufen.
     

In der kurzen Pause hat sich bei ihm auch allerhand getan: Er brach etwa seine Zelte in Saarbrücken ab – dort wohnte er wegen seines Studiums. Jetzt ist er wieder zurück in Übersee. Zudem hat er mit Philipp Peter aus München einen neuen Trainer an seiner Seite. »Ich erhoffe mir dadurch neue Reize und eine neue Motivation«, sagt Erhardt. »Der Einstieg in den Trainingsalltag ist jedenfalls schon einmal gut gelungen.«

10-km-Bestzeit um 21 Sekunden verbessert

In der Tat: Erhardt, der in diesem Jahr trotz der verpatzten EM aber auch einige tolle Erfolge feiern konnte, war bei drei Läufen am Start und lief jeweils vorne mit. Er belegte etwa beim Hochplatten-Berglauf den 2. Platz, wurde beim Alzauenlauf in Trostberg über 10 km Dritter und kam auch beim Nikolauslauf im Olympiapark in München auf den 2. Platz. »Die ersten beiden Läufe waren als erste schnelle Einheiten gedacht und dafür waren die Zeiten und die Platzierungen zufriedenstellend«, freut er sich. Beim dritten Rennen in München folgte dann sogar eine Verbesserung der eigenen 10-km-Bestzeit. »Um ganze 21 Sekunden«, betont der ehrgeizige Sportler, der mit seiner Zeit von 31:51 Minuten und einem sehr guten 2. Gesamtplatz unter 1700 Sportlern recht zufrieden war.

Jetzt steht als nächste größere Einheit das erste Trainingslager an. Über Silvester geht es nach Palamos nahe Barcelona/Girona – und das zusammen mit internationalen Topleuten wie Laura Philipp (7. Platz bei der Ironman-WM 70.3 2016) und Thomas Steger (Sieger des Chiemsee-Triathlons 2015 und 2016). Ende Januar wird Erhardt dann seine B-Trainer-Lizenz Triathlon Leistungssport ablegen und im Frühjahr noch seine Bachelorarbeit in Sportwissenschaften fertigmachen. Dann hat er auch sein Studium endgültig abgeschlossen und kann sich voll und ganz auf den Sport konzentrieren.

»Die finanziellen Ausgaben sind schon enorm«

Es sind dann auch noch weitere Trainingslager auf den Kanaren und in der Toskana geplant. »Um eine optimale Vorbereitung auf die Saison zu gewährleisten«, betont Erhardt, der übrigens auch noch dringend den einen oder anderen Sponsoren aus der Region zur finanziellen Unterstützung suchen würde. »Denn die finanziellen Ausgaben sind schon enorm«, betont der Überseer, der sich zuletzt etwa einen neuen Wagen zulegen musste, um etwas komfortabler zu den Wettkämpfen zu reisen.

Apropos Wettkampf: Das erste Rennen wird Julian Erhardt 2017 im Rahmen der Challenge Rimini am 7. Mai in Angriff nehmen. Auch ein weiterer Termin steht natürlich schon ganz dick in seinem Terminkalender: der Chiemsee-Triathlon am 24/25. Juni. Dort will er wieder über die Mitteldistanz starten. »Ich hoffe, dass ich da wieder meinen Heimvorteil ausspielen kann.« In diesem Jahr klappt es für ihn am Chiemsee mit dem 2. Platz ja hervorragend – und eine Wiederholung dieses Top-Resultats ist auch 2017 ausdrücklich erwünscht. SB

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Saisonende 2016

Ein mal wieder sehr treffender Bericht aus dem Traunsteiner Tagblatt zu meinem Saisonende:

Bei der Generalprobe lief für Erhardt, der für das Team Erdinger Alkoholfrei und Triathlon Grassau startet, noch alles rund. Er wurde beim Triathlon in Viernheim Vierter und belegte damit in der Gesamtwertung des Rhein-Neckar-Cups den dritten Platz. »Damit war ich sehr zufrieden«, betont der ehrgeizige Sportler. Entsprechend motiviert fuhr er an den Walchsee – die Tage zuvor hatte er noch gemeinsam mit seinem Teamkollegen Flo Angert, der am Ende bei der Elite-EM am Walchsee Zweiter wurde, trainiert und war damit bestens vorbereitet. »Ich habe mich richtig gut gefühlt«, betont er.

»Und es war leider kein Ersatzmaterial in der Nähe«

»Das Schwimmen verlief dann auch bis auf ein paar unnötige Schläge auf den Kopf, die ich an der Boje einstecken musste, ganz gut und ich konnte wie am Chiemsee den Radpart kurz vor Thomas Steger (Sieger des Chiemsee-Triathlons und Dritter der Elite-EM an diesem Tag, Anm. d. Red.) in Angriff nehmen.«

Doch sein Traum von einer Top-Platzierung zerplatzte jäh. »Denn das Ganze war auch schon nach etwa 50 m Fahrt auf der Felge vorbei,« ärgert sich Erhardt noch immer. »Und es war leider kein Ersatzmaterial in der Nähe.« Erhardt musste den Rest des Rennens also als Zuschauer verbringen. »Das war natürlich ein sehr unglücklicher Saisonabschluss für mich.« Zumal er sich durchaus eine Top-5-Platzierung zugetraut hätte. »Jetzt ist vermutlich erstmals ein wenig Pause, bevor es dann im Oktober wieder an die Vorbereitung für die Saison 2017 geht«, sagt Erhardt, »dann hoffentlich auch wieder mit etwas mehr Glück beim Material.«

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Update zweite Saisonhälfte

Hier gab es seit dem Chiemsee Triathlon länger nichts mehr zu lesen. Zum einen lag dies an meinen letzten zwei noch ausstehenden Prüfungen an der Uni und zum anderen natürlich am umfangreichen Training. Jedoch möchte ich euch kurz wieder auf den aktuellen Stand bringen. Der Einstieg ins alltägliche Training fiel nach meiner ersten Mitteldistanz die ich bis ins Ziel durchgezogen hatte doch etwas schwerer als erwartet. Irgendwann fühlten sich die Beine dann allerdings wieder einigermaßen an und auch die ersten Wettkämpfe standen schon wieder auf dem Programm.

Den Anfang machte der Römerman in Ladenburg (Rhein Neckar Cup) wo ich nach einem soliden Schwimmen mit sehr bescheidenen Beinen auf dem Rad und dann komischerweise wieder sehr guten Beinen beim Laufen den 4.Platz erreichte.

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Foto: Marcel Hilger

Weiter ging es bereits eine Woche später in Heidelberg (Rhein Neckar Cup) wo ich gegen Ende des Schwimmens etwas Zeit verlor, ein passables Radfahren ablieferte und beim Laufen dieses mal nicht meinen besten Tag erwischte und so am Ende wieder mit dem 4.Platz Vorlieb nehmen musste. In der Gesamtwertung habe ich nun allerdings beim letzten Rennen des Cups Ende August in Viernheim die Chance mit einem guten Rennen noch auf das Podium zu kommen.

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Foto: Marcel Hilger

Wieder zu Hause im Chiemgau angekommen bestritt ich dann aus dem Training den Wössner Halbmarathon, welchen ich bei tropischen Bedingungen in einer passablen Zeit für mich entscheiden konnte.

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Eine weitere Woche später dann wieder als Trainingswettkampf ging es zum Triathlon an den Schnaitsee, wo ich nach durchweg guten Leistungen in den einzelnen Disziplinen am Ende mit Kumpel und Teamkollege Flo Angert gemeinsam mit reichlich Vorsprung auf Platz 3 ins Ziel laufen konnte. Somit ein letzter gelungener Test für die wichtigen letzten zwei Rennen der Saison:

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28.08.2016 Rhein Neckar Cup Viernheim

04.09.2016 Challenge Walchsee European Championships

 

Anschließend geht es in die wohlverdiente Saisonpause!

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Heimspiel beim Chiemsee Triathlon über die Mitteldistanz

Da war er also auch schon, der erste große Renntag im Jahr 2016 in meinem Kalender. Hierfür hatte ich ganz bewusst den Chiemsee Triathlon gewählt. Ein starkes Profifeld, bekannte Strecken, eine wunderschöne Landschaft und die Gewissheit viele „Fans“ an der Strecke zu haben machten mir die Auswahl aber auch nicht sonderlich schwer. Natürlich kann das Ganze aber auch ganz schnell nach hinten losgehen wenn es dann am „Tag-X“ nicht läuft, das war mir auch bewusst. Zudem hatte ich bisher noch keine vernünftige Mitteldistanz ins Ziel gebracht..... aber aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei also musste es ja eigentlich dieses Mal auch klappen. Alleine die Radstrecke hatte ich im Voraus fünfmal abgeradelt und auch die Laufstrecke genau begutachtet. Ich wollte dieses Mal nichts dem Zufall überlassen. Einen großen Anteil, dass es dieses Mal so gut gelaufen ist war neben dem Spitzenmaterial meiner Sponsoren wohl auch die neue Ernährungsstrategie auf dem Rad, durch welche ich mich das ganze Radfahren über energetisch extrem gut gefühlt habe. An dieser Stelle vielen Dank an Laura Philipp für die Tipps und dafür, dass du immer ein offenes Ohr für meine endlos langen Sprachnachrichten hast!

Nun aber zum Rennen selbst.

Im Vorfeld klappte dieses Mal alles reibungslos und auch der Neo lag pünktlich bereit. Also mit deutlich weniger Laktat als noch die Woche zuvor in Erding an den Start. So kam ich dann auch perfekt vom Start weg und „surfte“ die ersten Hundert Meter auf der Welle von Überschwimmer Lukasz Wojt. Dann sortierte ich mich realistisch in einer Gruppe mit Jan Raphael ein und wir hatten noch den Vorjahressieger Thomas Steger im Schlepptau. Viel passierte dann auch nicht mehr und so kamen wir zu dritt an Position 5 aus dem Wasser.

Nach einem guten Wechsel fuhr ich die ersten gut 5km zunächst alleine bis auf Position 3 vor. Dann kam auch schon der „Steger-Express“ mit Jan Raphael vorbei. Das Tempo ging ich dann mit und am nächsten Berg hatten wir auch schon den Vorjahreszweiten Jaroslav Kovacic eingesammelt. Leider hatte Jan dann Probleme mit seinem Rad und musste das Rennen beenden, wodurch auch eine kleine Lücke zu Thomas nach vorne entstand die wir nicht mehr schließen konnten bzw. ich auch nicht auf Teufel komm raus schließen wollte. Konstant ging es dann zusammen mit Jaroslav weiter und der Abstand nach vorne wuchs auch erst ab Kilometer 50 gravierend an. Zu dritt ging es dann wieder in die Wechselzone nachdem noch Stefan Hehenwarter zusammen mit einem Staffelfahrer aufgeschlossen hatte.

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Ich ging gefühlt sehr gemäßigt an, aber konnte mich dennoch direkt an Jaroslav vorbei an Position 3 schieben. Bis Kilometer 7 ging es mir super ehe ich gerade noch den Knock-out abwenden konnte. Nächstes Mal werde ich beim Laufen wohl noch früher das erste Gel nehmen. So hatte ich dann gute 6 Kilometer einen ordentlichen Durchhänger und fiel auf Patz 4 zurück. Und so schnell sind sie dann auch da die Zweifel und Ängste. Doch ich schaffte es diese hinter mir zu lassen und bei Kilometer 14,5 waren wir auf einmal zu dritt Schulter an Schulter im Kampf um Platz 2-4.

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Da ich mich nun wieder gut fühlte überlegte ich gar nicht lange und attackierte, wodurch ich direkt eine sehr große Lücke reißen konnte. Als es dann nur noch 2km zu laufen waren kamen dann die Krämpfe zunächst in der Oberschenkelvorderseite und dann auch noch massiver in den Rückseiten. Da waren sie dann auch schon wieder die Zweifel es überhaupt noch ins Ziel zu schaffen....

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Doch ich sagte mir immer wieder, dass heute mein Tag sein wird und so schaffte ich es dann auch trotz kurzen „Dehn-Stopps“ als Zweiter in den Zielkanal. Was sich dann abspielte war unbeschreiblich! Der berühmte Stein fiel mir aber so was von vom Herzen und ich lies einfach mal alles raus und genoss den Einlauf überglücklich in vollen Zügen. Das sind die Momente, in denen sich die ganze harte Arbeit in den letzten Jahren endlich auszahlt.

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Fotocredit: triyourlife.at

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Fotocredit: triyourlife.at

Ergebnisse

Vielen Dank an alle Leute an der Strecke die mich so grandios angefeuert und an mich geglaubt haben! Ein riesen Dank gebührt natürlich auch meiner Familie die auch in schweren Zeiten immer hinter mir gestanden sind. Ebenso großes Dankeschön an meine tollen Sponsoren sowie Sven Hindl und sein Team von Wechselszene für die perfekte Orga und den ganzen Helfern für ihren Einsatz!

Meine Beine haben einen sehr ordentlichen Tonus und ich mache jetzt erstmal etwas Pause nach 7 Wettkämpfen in 6 Wochen. Das habe ich mir nach meinem bisher besten Rennen in meinem Leben und der wohl erfolgreichsten ersten Saisonhälfte in meinen Augen auch verdient.

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Weiter geht’s dann mit drei Rennen des Rhein-Neckar-Cups ab Ende Juli sowie dem Saisonabschluss bei der Challenge EM über die Mitteldistanz am Walchsee Anfang September.

Bis dahin euch Allen ne gute zeit!

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Stadttriathlon Erding und Rückblick Bundesliga

Bevor ich detaillierter auf das Rennen in Erding eingehen werde noch kurze einige Sätze zu den beiden Rennen der 1.Bundesliga in den 2 Wochen zuvor.

 

Den Anfang machte das Rennen im Kraichgau. Dort handicapte mich leider ein Infekt mit Halsschmerzen im Vorfeld des Rennens und auch im Nachhinein sollte ich noch etwas davon haben. Im Rennen selber verlief das Schwimmen solide sodass ich nach 2,5 Radkilometer zur großen Spitzengruppe mit einem beherzten Soloritt aufschließen konnte. Dort angekommen musste ich leider direkt nach der Wende beim Antritt wieder abreisen lassen.....keine Kraft. Der Rest des Radfahrens war dann eine gemütliche Kafferunde mit der nächsten Gruppe. Laufen verlief solide jedoch auch weiter unter meinen Möglichkeiten. Immerhin stand am Ende der 12.Platz mit dem Team.

 

Weiter ging es dann bereits eine Woche später in Ingolstadt. Mitte der Woche fühlte ich mich gesundheitlich wieder etwas besser und konnte so auch wieder planmäßig trainieren. Schwimmen war dieses mal ohne Neo und ich machte den Fehler mich vor dem Rennen wegen des Gruppenzwangs im Team einzuschwimmen.... So fror ich die 15min vor dem Start recht ordentlich. Dem entsprechend war dann auch die erste Hälfte des Schwimmens recht bescheiden. Durch eine bessere zweite Hälfte, einen schnellen Wechsel und einen guten Antritt auf den ersten Radkilometern schaffte ich dann jedoch den Sprung in die Hauptgruppe. Vorne war eine 15 Mann Ausreißergruppe weg gefahren, bei uns passierte bis zum Wechsel nichts mehr. Auch der zweite Wechsel verlief solide und an den Fersen von Sven Rieder ging es auf die abschließende 5km Laufstrecke. Mit meiner bis dato vermutlich schnellsten 5km Zeit im Triathlon schaffte ich es am Ende auf den 25. Gesamtplatz und das Team kam auf einen guten 10.Platz. In einem so hochkarätig besetzten Feld die 12. Laufzeit zu haben spricht auf jedenfall für eine gute Laufform.

 

Eine weitere Woche später ging es dann auch schon zum Stadttriathlon nach Erding wo ich über die Olympische Distanz an den Start ging. Das Wetter war mit 14Grad und Regen genau nach meinem Geschmack. Alles hergerichtet, ging ich noch kurz einlaufen und kam gute 15min vor dem Start wieder an unseren Platz am Schwimmstart zurück. Dann das Entsetzen. Ich hatte meinen Neo im Auto am Ziel liegen lassen. Was mache ich nun? Bei 16Grad Wassertemperatur war ohne Neo zu schwimmen auch gesundheitlich eher eine schlechte Idee. Also zusammen mit meinem Vater zu ihrem Auto sprinten und so nahe es die Absperrungen zuliesen ans Ziel. Erneuter Sprint meinerseits zu meinem Auto, Neo raus und wieder zum anderen Auto zurück. Erneut zum Parkplatz am See und wieder Sprint zum Schwimmstart. Ich konnte es kaum glauben .... noch 4min bis zum Start....was ein Glück...also in Rekordzeit und vollgeschwitzt in den Neo, Badekappe und Schwimmbrille auf .....noch 30Sekunden bis zum Start also nichts wie ab in Richtung Wasser.... noch 10......Noch 5 .....Jetzt stand also auch ich an der Startlinie .... Ein Anfängerfehler wie er im Buche steht und mir auf keinen Fall passieren hätte dürfen und hoffentlich auch nie wieder passiert! Wie ich jedoch mit der Sache umgegangen bin verwundert mich selbst etwas, aber mein Verstand war wohl dank des Adrenalins extrem geschärft .... trotzdem die Ruhe behalten zu haben und alles richtig gemacht zu haben zeigen mir, dass ich mit schwierigen Situation mittlerweile ganz gut umgehen kann. Einen riesen Dank an dieser Stelle an meine Familie ohne deren Hilfe ich es nie im Leben noch rechtzeitig an die Startlinie geschafft hätte.

Nun ging also auch das Rennen selbst los und ich bin wohl noch nie mit soviel Laktat im Blut an der Startlinie gestanden. Dementsprechend platt war ich auch auf den ersten Schwimmmetern ..... Kraftlos trieb ich zur erste Boje und musste einen anderen Athleten bereits nach 100m ziehen lassen. Aufgrund meiner erhöhten Körpertemperatur vom Laufen lief nun zu allem Übel auch noch meine Schwimmbrille an, sodass ich mich in Schlangenlinie orientierungslos von Boje zu Boje kämpfte. Immerhin kam ich dann noch als Zweiter mit 30Sekunden auf den Führenden in die Wechselzone. Und schon folgte auch direkt die nächste Hürde. Der Reißverschluss meines Neos hatte sich in meinem Einteiler verfangen und so stand ich ratlos an meinem Wechselplatz und kam nicht mehr weiter. Zum Glück eilte mir auf Nachfrage nach einiger Zeit ein Kampfrichter zu Hilfe und so konnte ich mich dann auch endlich meines Neos entledigen. Vielen Dank nochmal für die Hilfe an den Kampfrichter vor Ort, das ist absolut nicht selbstverständlich!

Also ab aufs Rad und Vollgas. Am Ende der Radstrecke fand ich mich auf Platz 3 wieder knapp hinter meinem Teamkollegen Michi Göhner und weit hinter dem in einer anderen Liga fahrenden Nils Daimer.

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Mit dem deutlich schnellsten Laufsplit des Tages konnte ich mich dann noch auf den 2.Platz vorschieben und den Abstand zu Platz 1 etwas reduzieren. Drei Erdinger Athleten beim Heimrennen auf dem Podium was will man mehr? Klare Antwort ich hätte gerne gewonnen, was die Aneinanderkettung von Unvermögen und Pech jedoch leider nicht zugelassen hatt. Hätte wenn und aber ..... bereits in einer Woche geht es am Chiemsee bei der Mitteldistanz auch schon mit meinem 7.Rennen in 6Wochen weiter. Bei meinem Heimrennen werde ich vor vielen  Freunden und Bekannten an der Strecke alles geben und hoffe auf eine vernünftige Platzierung in einem starken Feld!

Ergebnisse Erding

 

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