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Heimspiel beim Chiemsee Triathlon über die Mitteldistanz

Da war er also auch schon, der erste große Renntag im Jahr 2016 in meinem Kalender. Hierfür hatte ich ganz bewusst den Chiemsee Triathlon gewählt. Ein starkes Profifeld, bekannte Strecken, eine wunderschöne Landschaft und die Gewissheit viele „Fans“ an der Strecke zu haben machten mir die Auswahl aber auch nicht sonderlich schwer. Natürlich kann das Ganze aber auch ganz schnell nach hinten losgehen wenn es dann am „Tag-X“ nicht läuft, das war mir auch bewusst. Zudem hatte ich bisher noch keine vernünftige Mitteldistanz ins Ziel gebracht..... aber aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei also musste es ja eigentlich dieses Mal auch klappen. Alleine die Radstrecke hatte ich im Voraus fünfmal abgeradelt und auch die Laufstrecke genau begutachtet. Ich wollte dieses Mal nichts dem Zufall überlassen. Einen großen Anteil, dass es dieses Mal so gut gelaufen ist war neben dem Spitzenmaterial meiner Sponsoren wohl auch die neue Ernährungsstrategie auf dem Rad, durch welche ich mich das ganze Radfahren über energetisch extrem gut gefühlt habe. An dieser Stelle vielen Dank an Laura Philipp für die Tipps und dafür, dass du immer ein offenes Ohr für meine endlos langen Sprachnachrichten hast!

Nun aber zum Rennen selbst.

Im Vorfeld klappte dieses Mal alles reibungslos und auch der Neo lag pünktlich bereit. Also mit deutlich weniger Laktat als noch die Woche zuvor in Erding an den Start. So kam ich dann auch perfekt vom Start weg und „surfte“ die ersten Hundert Meter auf der Welle von Überschwimmer Lukasz Wojt. Dann sortierte ich mich realistisch in einer Gruppe mit Jan Raphael ein und wir hatten noch den Vorjahressieger Thomas Steger im Schlepptau. Viel passierte dann auch nicht mehr und so kamen wir zu dritt an Position 5 aus dem Wasser.

Nach einem guten Wechsel fuhr ich die ersten gut 5km zunächst alleine bis auf Position 3 vor. Dann kam auch schon der „Steger-Express“ mit Jan Raphael vorbei. Das Tempo ging ich dann mit und am nächsten Berg hatten wir auch schon den Vorjahreszweiten Jaroslav Kovacic eingesammelt. Leider hatte Jan dann Probleme mit seinem Rad und musste das Rennen beenden, wodurch auch eine kleine Lücke zu Thomas nach vorne entstand die wir nicht mehr schließen konnten bzw. ich auch nicht auf Teufel komm raus schließen wollte. Konstant ging es dann zusammen mit Jaroslav weiter und der Abstand nach vorne wuchs auch erst ab Kilometer 50 gravierend an. Zu dritt ging es dann wieder in die Wechselzone nachdem noch Stefan Hehenwarter zusammen mit einem Staffelfahrer aufgeschlossen hatte.

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Ich ging gefühlt sehr gemäßigt an, aber konnte mich dennoch direkt an Jaroslav vorbei an Position 3 schieben. Bis Kilometer 7 ging es mir super ehe ich gerade noch den Knock-out abwenden konnte. Nächstes Mal werde ich beim Laufen wohl noch früher das erste Gel nehmen. So hatte ich dann gute 6 Kilometer einen ordentlichen Durchhänger und fiel auf Patz 4 zurück. Und so schnell sind sie dann auch da die Zweifel und Ängste. Doch ich schaffte es diese hinter mir zu lassen und bei Kilometer 14,5 waren wir auf einmal zu dritt Schulter an Schulter im Kampf um Platz 2-4.

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Da ich mich nun wieder gut fühlte überlegte ich gar nicht lange und attackierte, wodurch ich direkt eine sehr große Lücke reißen konnte. Als es dann nur noch 2km zu laufen waren kamen dann die Krämpfe zunächst in der Oberschenkelvorderseite und dann auch noch massiver in den Rückseiten. Da waren sie dann auch schon wieder die Zweifel es überhaupt noch ins Ziel zu schaffen....

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Doch ich sagte mir immer wieder, dass heute mein Tag sein wird und so schaffte ich es dann auch trotz kurzen „Dehn-Stopps“ als Zweiter in den Zielkanal. Was sich dann abspielte war unbeschreiblich! Der berühmte Stein fiel mir aber so was von vom Herzen und ich lies einfach mal alles raus und genoss den Einlauf überglücklich in vollen Zügen. Das sind die Momente, in denen sich die ganze harte Arbeit in den letzten Jahren endlich auszahlt.

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Fotocredit: triyourlife.at

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Fotocredit: triyourlife.at

Ergebnisse

Vielen Dank an alle Leute an der Strecke die mich so grandios angefeuert und an mich geglaubt haben! Ein riesen Dank gebührt natürlich auch meiner Familie die auch in schweren Zeiten immer hinter mir gestanden sind. Ebenso großes Dankeschön an meine tollen Sponsoren sowie Sven Hindl und sein Team von Wechselszene für die perfekte Orga und den ganzen Helfern für ihren Einsatz!

Meine Beine haben einen sehr ordentlichen Tonus und ich mache jetzt erstmal etwas Pause nach 7 Wettkämpfen in 6 Wochen. Das habe ich mir nach meinem bisher besten Rennen in meinem Leben und der wohl erfolgreichsten ersten Saisonhälfte in meinen Augen auch verdient.

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Weiter geht’s dann mit drei Rennen des Rhein-Neckar-Cups ab Ende Juli sowie dem Saisonabschluss bei der Challenge EM über die Mitteldistanz am Walchsee Anfang September.

Bis dahin euch Allen ne gute zeit!

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Stadttriathlon Erding und Rückblick Bundesliga

Bevor ich detaillierter auf das Rennen in Erding eingehen werde noch kurze einige Sätze zu den beiden Rennen der 1.Bundesliga in den 2 Wochen zuvor.

 

Den Anfang machte das Rennen im Kraichgau. Dort handicapte mich leider ein Infekt mit Halsschmerzen im Vorfeld des Rennens und auch im Nachhinein sollte ich noch etwas davon haben. Im Rennen selber verlief das Schwimmen solide sodass ich nach 2,5 Radkilometer zur großen Spitzengruppe mit einem beherzten Soloritt aufschließen konnte. Dort angekommen musste ich leider direkt nach der Wende beim Antritt wieder abreisen lassen.....keine Kraft. Der Rest des Radfahrens war dann eine gemütliche Kafferunde mit der nächsten Gruppe. Laufen verlief solide jedoch auch weiter unter meinen Möglichkeiten. Immerhin stand am Ende der 12.Platz mit dem Team.

 

Weiter ging es dann bereits eine Woche später in Ingolstadt. Mitte der Woche fühlte ich mich gesundheitlich wieder etwas besser und konnte so auch wieder planmäßig trainieren. Schwimmen war dieses mal ohne Neo und ich machte den Fehler mich vor dem Rennen wegen des Gruppenzwangs im Team einzuschwimmen.... So fror ich die 15min vor dem Start recht ordentlich. Dem entsprechend war dann auch die erste Hälfte des Schwimmens recht bescheiden. Durch eine bessere zweite Hälfte, einen schnellen Wechsel und einen guten Antritt auf den ersten Radkilometern schaffte ich dann jedoch den Sprung in die Hauptgruppe. Vorne war eine 15 Mann Ausreißergruppe weg gefahren, bei uns passierte bis zum Wechsel nichts mehr. Auch der zweite Wechsel verlief solide und an den Fersen von Sven Rieder ging es auf die abschließende 5km Laufstrecke. Mit meiner bis dato vermutlich schnellsten 5km Zeit im Triathlon schaffte ich es am Ende auf den 25. Gesamtplatz und das Team kam auf einen guten 10.Platz. In einem so hochkarätig besetzten Feld die 12. Laufzeit zu haben spricht auf jedenfall für eine gute Laufform.

 

Eine weitere Woche später ging es dann auch schon zum Stadttriathlon nach Erding wo ich über die Olympische Distanz an den Start ging. Das Wetter war mit 14Grad und Regen genau nach meinem Geschmack. Alles hergerichtet, ging ich noch kurz einlaufen und kam gute 15min vor dem Start wieder an unseren Platz am Schwimmstart zurück. Dann das Entsetzen. Ich hatte meinen Neo im Auto am Ziel liegen lassen. Was mache ich nun? Bei 16Grad Wassertemperatur war ohne Neo zu schwimmen auch gesundheitlich eher eine schlechte Idee. Also zusammen mit meinem Vater zu ihrem Auto sprinten und so nahe es die Absperrungen zuliesen ans Ziel. Erneuter Sprint meinerseits zu meinem Auto, Neo raus und wieder zum anderen Auto zurück. Erneut zum Parkplatz am See und wieder Sprint zum Schwimmstart. Ich konnte es kaum glauben .... noch 4min bis zum Start....was ein Glück...also in Rekordzeit und vollgeschwitzt in den Neo, Badekappe und Schwimmbrille auf .....noch 30Sekunden bis zum Start also nichts wie ab in Richtung Wasser.... noch 10......Noch 5 .....Jetzt stand also auch ich an der Startlinie .... Ein Anfängerfehler wie er im Buche steht und mir auf keinen Fall passieren hätte dürfen und hoffentlich auch nie wieder passiert! Wie ich jedoch mit der Sache umgegangen bin verwundert mich selbst etwas, aber mein Verstand war wohl dank des Adrenalins extrem geschärft .... trotzdem die Ruhe behalten zu haben und alles richtig gemacht zu haben zeigen mir, dass ich mit schwierigen Situation mittlerweile ganz gut umgehen kann. Einen riesen Dank an dieser Stelle an meine Familie ohne deren Hilfe ich es nie im Leben noch rechtzeitig an die Startlinie geschafft hätte.

Nun ging also auch das Rennen selbst los und ich bin wohl noch nie mit soviel Laktat im Blut an der Startlinie gestanden. Dementsprechend platt war ich auch auf den ersten Schwimmmetern ..... Kraftlos trieb ich zur erste Boje und musste einen anderen Athleten bereits nach 100m ziehen lassen. Aufgrund meiner erhöhten Körpertemperatur vom Laufen lief nun zu allem Übel auch noch meine Schwimmbrille an, sodass ich mich in Schlangenlinie orientierungslos von Boje zu Boje kämpfte. Immerhin kam ich dann noch als Zweiter mit 30Sekunden auf den Führenden in die Wechselzone. Und schon folgte auch direkt die nächste Hürde. Der Reißverschluss meines Neos hatte sich in meinem Einteiler verfangen und so stand ich ratlos an meinem Wechselplatz und kam nicht mehr weiter. Zum Glück eilte mir auf Nachfrage nach einiger Zeit ein Kampfrichter zu Hilfe und so konnte ich mich dann auch endlich meines Neos entledigen. Vielen Dank nochmal für die Hilfe an den Kampfrichter vor Ort, das ist absolut nicht selbstverständlich!

Also ab aufs Rad und Vollgas. Am Ende der Radstrecke fand ich mich auf Platz 3 wieder knapp hinter meinem Teamkollegen Michi Göhner und weit hinter dem in einer anderen Liga fahrenden Nils Daimer.

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Mit dem deutlich schnellsten Laufsplit des Tages konnte ich mich dann noch auf den 2.Platz vorschieben und den Abstand zu Platz 1 etwas reduzieren. Drei Erdinger Athleten beim Heimrennen auf dem Podium was will man mehr? Klare Antwort ich hätte gerne gewonnen, was die Aneinanderkettung von Unvermögen und Pech jedoch leider nicht zugelassen hatt. Hätte wenn und aber ..... bereits in einer Woche geht es am Chiemsee bei der Mitteldistanz auch schon mit meinem 7.Rennen in 6Wochen weiter. Bei meinem Heimrennen werde ich vor vielen  Freunden und Bekannten an der Strecke alles geben und hoffe auf eine vernünftige Platzierung in einem starken Feld!

Ergebnisse Erding

 

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Triathlon München und Trimotion Saalfelden

Da ich momentan ziemlich beschäftigt bin gibt es diesesmal nur einen sehr treffenden Artikel aus dem Traunsteiner Tagblatt, sowie einige Bilder:

Doppelsieg für Julian Erhardt

Julian Erhardt hat sich eindrucksvoll zurückgemeldet: Nach seiner Zehenverletzung musste der ehrgeizige Triathlet aus Übersee nur kurz pausieren. Er stieg bereits vor zwei Wochen wieder in den Wettkampf ein und feierte mit dem Regionalliga-Team von Triathlon Grassau einen Sieg im ersten Wettkampf in Oberschleißheim. Und es sollte noch besser kommen für Erhardt: Denn bei der Veranstaltung im österreichischen Saalfelden feierte der 24-Jährige vom Team Erdinger Alkoholfrei nun einen Doppelsieg. »Ich bin extrem froh, dass die Verletzung mich nicht zu weit zurückgeworfen hat«, sagte Erhardt. »Meine Form war noch nicht weg.«

In der Tat: Schon im Team-Bewerb zeigte Julian Erhardt in Saalfelden eine starke Leistung. Zusammen mit Jonas Fischer aus Regensburg verteidigte Erhardt dabei seinen Titel. Bei diesem Wettbewerb traten wieder jeweils ein Schwimmer und ein Läufer in einem Team an. Sie mussten jeweils abwechselnd dreimal 200 Meter schwimmen und dreimal ein Kilometer laufen. »Das ist ganz schön kurz und knackig«, erzählte Erhardt. »Aber auch sehr lustig und es herrscht in Saalfelden immer eine super Stimmung.«

Er habe sich die Kräfte sehr gut eingeteilt, betonte er. »Wir haben auch unsere Routine spielen lassen«, fügte er hinzu. »Bei so einem Rennen muss man sich schon eine gewisse Taktik zurechtlegen.« Und die ging voll auf – und die durchaus sehr starke Konkurrenz hatte das Nachsehen.

Auch tags darauf beim Einzelwettbewerb überzeugte Erhardt und durfte sich am Ende gar über den Gesamtsieg freuen. »Das war praktisch ein Start-Ziel-Sieg«, jubelte er. »Ich hatte in jeder Disziplin Bestzeit.« Erhardt benötigte für die 500 Meter Schwimmen, 50 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen 1:42,37 Stunden.

Der Überseer hat jetzt kaum eine Verschnaufpause. Denn an den nächsten beiden Wochenenden stehen die Bundesliga-Wettkämpfe in Kraichgau (4. Juni) und in Ingolstadt (12. Juni) an. Danach geht's für Julian Erhardt noch nach Erding (19. Juni), ehe sein Heimwettkampf – also der Chiemsee-Triathlon (26. Juni) – vor der Tür steht. Und da möchte Julian Erhardt ähnlich erfolgreich abschneiden wie in Saalfelden. SB

 

 

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Fotos 1,2,3,5,6 und 7: (c) GEPA pictures 

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Triathlon Buschhütten

Im Vorfeld war ich extrem heiß auf das erste größere Rennen der Saison, das „Race of the legends“ in Buschhütten.  Ich erhoffte mir am Ende des Tages eine Standortbestimmung im Vergleich zu einigen der besten deutschen Triathleten zu haben, um so in der Zukunft an möglichen Schwächen arbeiten zu können.

Beim Schwimmen lief es sehr gut, da ich mit Bene Seibt einen flotten Wasserschatten auf meiner Bahn hatte und so nicht einmal 100 Prozent in diesem frühen Stadium des Rennens geben musste.  Maßgeblichen Anteil hatte hieran auch mein Rebell Speedsuit von Sailfish, in dem ich mich sehr wohl fühle und super schwimmen kann.

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Auf Platz 8 liegend ging es dann nach den 1000 Metern im Wasser mit nur ca. 30 Sekunden Rückstand auf die Spitze um Flo Angert, Jens Roth und Andi Böcherer auf die Radstrecke. Auf das Rad gesprungen und ordentlich Tempo gemacht, wollte ich die Aufholjagd nach vorne starten, doch dann passierte leider ein Missgeschick. Im Stehen rutschte ich von meinem Radschuh ab und knallte einerseits mit meinem Körper auf das Oberrohr und andererseits mit meinem rechten Fuß auf den Boden. Bei um die 40km/h wurden so meine mittleren Zehen ordentlich vom Asphalt abgeschliffen. Wie auch immer, ich schaffte es immerhin, mich auf dem Rad zu halten und nach kurzer Zeit auch wieder den Fokus auf das Rennen zu richten. Den blutüberströmten Fuß packte ich einfach in den Radschuh und ab ging es auf die HTW, eine dreispurige, extra für das Rennen gesperrte Autobahn. Recht schnell fand ich in Horst Reichel einen radstarken Begleiter und wir konnten uns gut abwechseln und den Abstand zu Platz zwei und drei einigermaßen konstant halten.

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Einzig Andi Böcherer konnte sich mächtig vom kompletten Feld absetzten und so das Rennen bereits auf dem Rad vorentscheiden. Gegen Ende der 42km langen Radstrecke gingen mir zwar etwas die Körner aus, aber ich konnte dennoch an Position fünf liegend direkt hinter Horst Reichel die Wechselzone erreichen.

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 Nun kam der geschundene Fuß wieder ins Spiel, denn es ging über einen Ascheplatz zu den Laufschuhen, wobei  ich ordentlich Dreck am Fuß einsammelte. Zwar  ging der Wechsel in die Laufschuhe dann erstaunlich gut, die ersten Laufmeter fühlten sich aber dann an als hätte ich massive Blasen am rechten Fuß. Nichtsdestotrotz versuchte ich die Schmerzen einfach auszublenden und mich auf meine Stärke, das Laufen zu konzentrieren. Dies gelang mir auch in den ersten fünf von 9 Laufrunden sehr gut und so lag ich zu diesem Zeitpunkt auf Rang vier und hatte nur noch 30 Sekunden Rückstand auf Platz zwei und weniger als 10 Sekunden auf drei. Ich hätte wohl kaum motivierter sein können als in diesem Moment, mit dem Podium bei solch einem großen Rennen im Auge.

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Dann jedoch kam es leider anders als erhofft. Dass ich kältere Temperaturen eher bevorzuge und es schon recht heiß war, war der eine Grund, dass ich etwas langsamer wurde. Der andere Grund war, dass ich nun auch immer stärkere Schmerzen im Fuß verspürte und der Blick auf meinen am Anfang des Rennens noch weiß/grauen Schuh nichts Gutes erahnen ließ.... dieser war nämlich mittlerweile ziemlich rot eingefärbt ..

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So wurde ich noch vom laufstarken Russen Dennis Vasiliev überholt und in der letzten Runde konnte auch noch Julian Mutterer auf mich aufschließen. Ich versuchte noch einmal alles und lief die Hälfte der Runde direkt hinter Julian her. Dann setzte ich im leichten Bergaufstück die Attacke und konnte auch eine Lücke reißen. Bergab musste ich dann jedoch feststellen, dass der Antritt wohl etwas zu hart war und musste mich beinahe übergeben und so auch den stark laufenden Julian ziehen lassen und mich mit Platz 6 begnügen. Vor dem Rennen wäre ich mit dieser Platzierung in so einem starken Feld äußerst zufrieden gewesen. Auch die Randnotiz, einen Andi Raelert, der auf Platz 8 ins Ziel kam, an diesem Tag geschlagen zu haben, ist sehr erfreulich. Doch im Rennen selbst war ich extrem hungrig auf das Podest und hätte dieses, wenn alles perfekt gelaufen wäre auch durchaus realisieren können. Aber hätte, wenn und aber haben einen noch nie weiter gebracht und so ziehe ich meine Motivation für das kommende Training aus dem noch ausbaufähigen Rennen. In den nächsten 10-14 Tagen gilt es nun jedoch zunächst noch die Wunden meines Missgeschickes zu lecken. Hierdurch habe ich leider einen Großteil meines Nagelbettes an den 2 mittleren Zehen des rechten Fußes verloren, was seine Zeit zum Nachwachsen/Heilen braucht. Doch auch diese Zeit werde ich nutzen um besser zu werden und habe schon einige gute Ideen hierfür ;)

Weiter geht es dann Ende Mai in Saalfelden, wo ich am Freitag gemeinsam mit Jonas Fischer versuchen werde unseren Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. Am Samstag werde ich dann noch über die 55,5 Distanz an den Start gehen und freue mich bereits sehr auf die tolle Veranstaltung in einer traumhaften Gegend.

Die detaillierte Ergebnisliste zum Wettkampf in Buschhütten gibt es hier 

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24.04.2016 City Triathlon Koblenz

Aufgrund der widrigen Bedingungen(2-4°C) wurde das Schwimmen(500m) gestrichen und lediglich ein Bike(20km) and Run(5km) absolviert. Es ging in verschiedenen Startwellen für jeden einzeln auf die Reise, sodass sich die Athleten auf der Strecke etwas entzerren konnten. Nach einem etwas turbulenten Start konnte ich mit einem sehr hohen Tempo den Radpart beginnen. Mt über 400Watt Durchschnitt nach der ersten von 4 Runden, wagte ich im Anschluss keinen Blick mehr auf mein Wattmessgerät. Im weiteren Verlauf konnte ich das Tempo drosseln aber gut halten und am Ende mit einem Schnitt von 41,7km/h auf den 20km die Tagesbestzeit mit fast einer Minute Vorsprung einfahren.

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Auch die Wechsel liefen heute einwandfrei was einem im Wettkampf ein gutes Gefühl gibt. Beim abschließenden 5km Lauf lief es sprichwörtlich rund und auch hier stand am Ende in 16:01min die Tagesbestzeit für mich zu Buche. Der Gesamtsieg war mir somit in 45:37min nicht mehr zu nehmen und ich konnte Florian Angert(47:22min) und Benedikt Seit(47:55min) auf die Plätze verweisen.

Ergebnisse:

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Trotz der schwierigen Verhältnisse konnte ich zudem meine Rad-Lauf Zeit im Vergleich zum letzten Jahr um mehr als eine Minute verbessern was auf ein erfolgreiches Training hindeutet. Soweit läuft also alles sehr gut und ich freu mich nun bereits auf das Rennen in Buschhütten in 2 Wochen wo ich auf ein elitäres Starterfeld um den Hawaii-Zweiten Andreas Raelert und Andi Böcherer treffen werde. Werde dort versuchen den einen oder anderen etwas zu ärgern aber vor allem einfach das mir persönlich bestmögliche Rennen abzuliefern und Spaß zu haben.